Ordination

1160 WIEN
Dr. Mehrdad Davoudi
FA für Urologie Andrologie 
Thalia St.125B/2/7, A-1160 Wien

ALLE KASSEN UND PRIVAT

Ordinationszeiten:
MO 8-11
DI 10-12 und 14-18
MI 9-12 und 15-19
DO 14-18

Tel.: +43 1 486 24 21
Fax: +43 1 486 24 21-4
Email: dr.m.davoudi(at)gmx.at

Privatordination FRIEDBERG

MO und FR 15-20 Uhr
Hauptplatz 20, A-8240 Friedberg
Tel.: +43 3339 22660
Fax: +43 3339 22660-3

Email: dr.m.davoudi(at)gmx.at


Erektile Dysfunktion

Laut epidemiologischen Studien leiden ungefähr 50% aller 30 bis 70 jähriger Männer unter dieser Funktionsstörung.

Was ist eigentlich unter erektiler Dysfunktion zu verstehen?

Sie ist definiert als die Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, die für eine befriedigende Sexuelle Aktivität ausreicht. Früher wurde diese Störung als Impotenz bezeichnet.

„Fehlende Lust bedeutet nicht Erektile Dysfunktion“

Was ist die Ursache einer erektilen Dysfunktion?

Die Ursache einer erektilen Dysfunktion kann größtenteils durch neurologische, hormonellen und gefäßbedingten Veränderungen hervorgerufen sowie durch Medikamente verursacht werden.

Wie kann eine erektile Dysfunktion behandelt werden?

Nach einem ausführlichen Gespräch und einer gründlichen Untersuchung, kann diese Funktionsstörung durch mehrere, sehr wirksame Therapiemöglichkeiten behoben werden.

Der Arzt (Urologe) ist der richtige Ansprechpartner für erektile Dysfunktion, denn nur er kann ihre Ursachen herausfinden und ihnen wirksame Behandlungsmethoden anbieten.


Kinderwunsch

Studien belegen, dass bei ca. 20% aller Ehepaare der Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Was bedeutet Infertilität?

Unter Infertilität bzw. Unfähigkeit Kinder zeugen spricht man dann, wenn innerhalb eines Jahres trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eintritt . Der Mann ist in seiner Zeugungsfähigkeit eingeschränkt, wenn zu wenig gesunde, gut bewegliche Samenzellen produziert werden. Als Richtwert für eine normale Spermienqualität gelten mindestens 20 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit. Davon sollten mindestens 50% gut beweglich sein.

Welche Ursachen können die Samenzellbildung stören:

  • Krampfader im Hodensack,
  • Verletzungen der Hoden infolge eines Unfalls,
  • Infektionen
  • Chromosomenanomalien,
  • Durchblutungsstörungen,
  • Diabetes,
  • Tumore,
  • Schadstoffe und Genußmittel (Nikotin und Alkohol) im Übermaß sein.
  • Umwelteinwirkungen (z.B. wenn Männer an ihren Arbeitsplätzen ständig
  • übermäßiger Hitze ausgesetzt  sind)
  • Streß
  • Vererbung 

Dauerhaft unfruchtbar kann ein Mann z. B. nach einer Mumpsinfektion oder einem nicht rechtzeitig korrigierten Hodenhochstand im Kindesalter werden. 

Fruchtbarkeitsuntersuchungen beim Mann: 

a) Körperliche Untersuchung
b) Untersuchung des Samens (Spermiogramm)
c) Hormonuntersuchungen
d) Gewebsprobe aus den Hoden (Hodenbiopsie)
e) genetische Untersuchung. 

a) Körperliche Untersuchung

  • Hoden und Nebenhoden
  • Prostata und Samenblasen (Untersuchung erfolgt durch den Enddarm)

Es kann auch sonographische Untersuchung/Ultraschall beider Hoden und der Prostata durchgeführt werden. Aber

Ultraschalluntersuchungen sind schmerzlos und ungefährlich. 

b) Untersuchung des Samens (Spermiogramm)

Das Ejakulat/Samenflüssigkeit wird untersucht auf:

  • das Vorhandensein
  • die Anzahl
  • die Gestalt und
  • Beweglichkeit der Samenzellen

Die Samenqualität wird anschließend unter dem Mikroskop beurteilt und in einem Spermiogramm dokumentiert. Da die Spermienqualität stark schwanken kann, wird die Untersuchung  2x im Abstand von 6 - 7 Wochen durchgeführt.

Die folgende Tabelle zeigt Werte bei normaler Spermienqualtität:

Spermavolumen: 2 - 5 ml 
Spermienzahl: mindestens 2o Mio./ml oder mehr 
Beweglichkeit. mehr als 5o % 
Normale Formen: mehr als 2o %

c) Hormonuntersuchungen

Die Hodenfunktion und damit die Bildung von Samenzellen sind für die Bildung und Ausschüttung bestimmter Hormone abhängig. Durch die Hormonwertbestimmungen des Blutes lassen sich Störungen im Hormonhaushalt feststellen. Die Hormonuntersuchungen werden dann durchgeführt, wenn sich im  Spermiogramm ganz schlechte Werte bzw. eine geringe Anzahl an Spermien finden läßt.

d) Gewebsprobe aus den Hoden (Hodenbiopsie)

Sollten keine Spermien festgestellt werden, kann durch eine Hodenbiopsie eruiert werden, ob Samenzellen produziert werden. Dazu entnimmt der Urologe eine Gewebsprobe aus dem Hoden, um sie unter dem Mikroskop zu untersuchen. Der Eingriff erfolgt unter Betäubung. 

e) Genetische Untersuchung

Bei einer geringen Samendichte kann überprüft werden, ob genetische Abweichungen vorliegen. Dazu wird eine Blutprobe im Labor kultiviert und untersucht. Vor der Befruchtungsmethode ICSI wird eine Stammbaumanalyse beider Partner empfohlen.

Störungen des Spermientransportes:

Bei einer Störung des Spermientransport kann die Samenzellen nicht in das Ejakulat gelangen.

Schädigungen der Samenleiter sind möglich durch:

  • Verletzungen
  • Operationen (z.B. nach einem Leistenbruch),
  • Infektionen (durch sexuell übertragbare Krankheiten)
  • Fehlbildung.  

Prostata

Die Prostata ist eine etwa Walnuss große Drüse und gehört zu den männlichen Fortpflanzungsorganen. Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit und dient als Transport und Aktivierungsmittel für die Samenfäden (Spermien).

Zu Problemen mit der Prostata kann es durch Infektionen, durch Entzündung aber auch durch eine Vergrößerung kommen. Diese Symptome verursachen dann die Schmerzen beim Wasserlassen (der Harnabfluss aus der Blase ist gestört).

Prostatakrebs: 

Je früher der Prostatakrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Mittlerweile gibt es sehr gute wirksame therapeutische Maßnahmen, die in Form medikamentöser oder chirurgischer Art angewandt werden.

Deshalb ist es wichtig, die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig in Anspruch zu nehmen!

1mal jährlich wird vom Arzt empfohlen!

Laboruntersuchungen:

Eine Untersuchung des Urins gibt Auskunft, ob die Symptome auf eine Infektion der Harnwege zurückzuführen sind. Bei der Untersuchung der Blutprobe wird geprüft, in welcher Menge ein bestimmtes Eiweiß, das nur in der Prostata gebildet wird, im Blut vorkommt. Dieses Eiweiß (das prostataspezifische Antigen, PSA) kommt in niedriger Menge zwar auch bei gesunden Menschen vor. Erhöhte Werte geben aber zuverlässige Hinweise auf eine Erkrankung der Prostata. Dabei können erhöhte PSA-Werte schon Hinweise auf Krebs ergeben, dass mit einer Tastuntersuchung nicht entdeckt werden kann. Der PSA-Wert sollte nach jeder Vorsorgeuntersuchung in einem Vorsorgepass dokumentiert werden. Veränderungen des Wertes können dem Urologen erste Hinweise auf die Entwicklung einer Prostataerkrankung geben.

Tastbefund:

Der Krebs/Karzinom entstehen in einem Bereich, der mit dem tastenden Finger untersucht werden kann. Ein erfahrener Untersucher erhält so zuverlässige Hinweise auf Ausdehnung und Größe der Geschwulst.

Ultraschalluntersuchung:

Mit dieser Untersuchungsmethode können die inneren Organe bildlich dargestellt werden. Der Urologe kann damit prüfen, ob sich der Krebs über die Prostata hinaus ausgedehnt hat und ob sich Metastasen in den Lymphknoten gebildet haben.

Biopsie:

Ausgehend von den vorangegangenen Untersuchungen wird der Arzt mit Ihnen entscheiden, ob eine Biopsie durchgeführt werden soll. Dabei wird mit einer feinen Nadel Prostatagewebe entnommen, die anschließend mikroskopisch untersucht wird. Bei dieser Untersuchung kann der Grad der Bösartigkeit des Prostatakrebs bestimmt werden. Wenn die Diagnose „Krebs„ gestellt wird, muss ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Urologen stattfinden. Dabei wird der Befund, die therapeutischen Möglichkeiten und die Behandlungsschritte besprochen.

Ziel ist es, die für Sie die am besten geeignetste Behandlungsstrategie festzulegen.


Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox, EP)

Definition:

Unfähigkeit, den Zeitpunkt der Ejakulation zu kontrollieren.

Es kommt in der Regel kurz nach Eindringen des Penis zum Samenerguss. In besonders schweren Fällen erfolgt die Ejakulation schon vor dem Eindringen. Eine zeitliche Angabe ist wegen es unterschiedlichen sexuellen Empfindens nicht möglich.

Es gibt zwei Formen der Ejaculatio praecox:

1)  Primäre Ejaculatio praecox 
Beginnt mit Aufnahme sexueller Beziehungen und besteht zumeist zeitlebens.

2)  Secundäre Ejaculatio praecox 
Stellt sich nach primär ungestörtem Sexualleben zu einem späteren Zeitpunkt ein.

Epidemiologie:

häufigste sexuelle Funktionsstörung des Mannes

Ursachen:

  • psychische Faktoren dominieren zweifelsohne, aber auch eine organische Praedisposition muss berücksichtigt werden
  • psychologische Faktoren
  • organische Ursachen

Therapie:

  • konservative Therapie, Sexualtherapie
  • Medikamentöse Therapie
  • Lokal wirksame medikamentöse Therapie
  • örtlich betäubende bzw. sensibilitätsmindernde Salbe/Creme z.B. Prilocain-Lidocain-Creme, Viagra  

Vasektomie (Sterilisation des Mannes)

Unter Vasektomie versteht man die operative Unterbrechung der Samenleiter (Sterilisation). Die Vasektomie stellt die einfachste, sicherste, dauerhafteste und billigste Methode der Schwangerschaftsverhütung dar. In Amerika ist diese Form der Familienplanung die häufigste Kontrazeptionsform bei Paaren über dem 30. Lebensjahr. Das gesetzliche Mindestalter für diesen Eingriff beträgt in Österreich derzeit 25 Jahre. Die Krankenkasse übernimmt keine Kosten für diesen Eingriff. 

Operationstechnik

Der Eingriff wird nach örtlicher Betäubung und ev. Verabreichung einer Entspannungsspritze durchgeführt und dauert ca. 1 Stunde. Es wird jeweils rechts und links am Hodensack eine Hautöffnung von 1 cm mit einer speziellen Klemme durchgeführt und über diesen Schnitt werden Teilstücke der Samenleiter entfernt - die Samenleiterenden werden unterbrochen.


Einwilligungserklärung

Über die geplante Operation und die möglichen Komplikationen wurde ich ausführlich informiert. Ich bin mir über die Art und Bedeutung des Eingriffes, den speziellen Risiken und möglichen Komplikationen im Klaren. Ich habe den Inhalt dieses Aufklärungsbogens sowie die zusätzlich erfolgte mündliche Aufklärung verstanden und keine weiteren Fragen. Ich willige hiermit nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante Operation ein. Mit unvorhersehbaren erforderlichen Erweiterungen des Eingriffes bin ich ebenso einverstanden